Jubiläumsfestival vom 18. bis 21. August
Der Große Preis von Rheinland-Pfalz wandert in die USA mit Mario Deslauriers
Das Jubiläumsturnier in Hachenburg offerierte Championats-Qualitäten
Mario Deslauriers (46) gewann den 20. Großen Preis von Rheinland-Pfalz. Der Canadier, seit etwa einem Jahr für das Sternenbanner im Einsatz, ritt seinen 10-jährigen Holländer Urico, eines seiner besten Championatspferde, als drittletzter Starter der Finalrunde deutlich zum Sieg.
Deslauriers - allein der Name „Laurier“ gleich „Lorbeer“ deutet auf Erfolg - gehört zu den Bestverdienern der Szene und hält den Rekord, als jüngster Sieger mit 19 Jahren in einem Weltcup-Finale. Hohes Lob hat er für den CSI und die übrige Westerwald- Region parat, die er mit der ganzen Familie erkundet hat.
Henrik von Eckermann für Schweden, wurde Zweiter mit der einzigen weiteren Nullrunde mit Coupe de Coeur, dem eindrucksvollen 14-jährigen Schimmelhengst aus dem Besitz von Madelaine Winter-Schulze, der gewöhnlich unter dem Sattel seines Arbeitgebers. Ludger Beerbaum galoppiert. Das Paar hatte vor genau vor einem Monat in Balve die Deutsche Meisterschaft gewonnen – für L.B. war es der neunte Titel! - Henrik von Eckermann war überglücklich über diesen tollen Erfolg mit der „Leihgabe“ vom Meister. Er darf den imponierenden Holsteiner Hengst weiter reiten bis zur Europameisterschaft in vier Wochen in Madrid.
Der dritte Patz mit der zweitschnellsten Zeit, aber einem Abwurf, ging an den besten deutschen Teilnehmer, den erst 23-jähigen David Will mit Don Cesar, einem 14-jähigen Westfalen. Der Reiter kommt aus Pfungstadt . aus der Talentschmiede von Dietmar Gugler , dem ehemaligen Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter.
Zweitbester Deutscher war der ebenfalls erst 23-jährige Christoph Brüse aus dem rheinischen
Wachtberg auf dem siebenten Rang mit Common Sense. Der Reiter gehört schon seit Juniorenzeiten zu den Hachenburger Stammgästen. .
Die mit Spannung geladenen Siegerrunde der besten Zwölf von 45 Aspiranten war ein Auszug des gesamten hoch interessanten Starterfeldes: Olympiasieger, Europameister, Shootingstars der Saison und mittendrin der junge Nachwuchs – und alle waren geradezu hingerissen von den Top-Bodenverhältnissen, die alle Pferde inspirierten bei ihrem anspruchsvollen Job.
Das Jubiläumsfest für 20 Jahre Hachenburger CSI und 25 Jahre Rothbachtaler Reitclub eröffnete mit seiner bisher eindrucksvollsten „Nacht der Pferde“. Zum Doppelgeburtstag ging eine begeisternde „Mondscheingala“ über das Rasenrund. Der sehr sympathische Westerwälder Star-Tenor ohne Star-Allüren, Johannes Kalpers, eröffnete die perfekte Show mit Vivaldis „Hell klingt ein Lied“. Die Mischung aus mythischen Begegnungen zwischen Gut und Böse, schwarzen Rössern und weiße Schneepferden , geritten von Märchenwesen, zarte Feen in waghalsiger Voltige, atemberaubende Stunts mit brennenden Fackeln und Fabelwesen mit hunderten von Lichtern in den zarten Flattergewändern geisterten durch die Nacht – bis zum großen Feuerwerk, dem Finale dieser Super-Choreographie.
Das sportliche Niveau der Veranstaltung ist offiziell mit drei Sternen deklariert – „gefühlt“ waren es deren mehr!
Christiane Webendoerfer




















